Gerhard hat den Hund gebissen
Zum Vergnüglichen Kartlabend hatte Klausi in die Bezirkshauptstadt geladen.
Alle Kartler folgten dieser Einladung, die durstigen Neukirchner waren bereits anwesend als die 3 Städter Gerhard, Matzi und Lue im Roten Haus eintrafen. Voller Extase warteten Bereits im Eingangsbereich die beiden Rüden Klausi und Finn. Die Gäste stürmten Lautstark und übermütig ins Rote Haus um die beiden Hausherren zu Begrüßen. Durch das Gedränge fühlte sich Gerhard etwas unwohl und es kam zum Bisswechsel mit Finn und Lepo biss Finn in die linke Pfote… oder war es umgekehrt, es ging alles Fürchterlich schnell… Chaos brach aus, völliges Durcheinander… die Kartler begrüßten die Restlichen Gäste und nahmen schon mal am Kartentisch Platz, während der Anwesende Rettungssanitäter ca. eine halbe Stunde seinen Erstehilfekoffer suchte.. Anm. d. Red. diese leicht Überzeichnete Darstellung der Situation sollte uns vor Augen Führen, niemals einen Medizinischen Notfall in der nähe eines Ausgebildeten Rettungssanitäter zu haben wenn er nicht damit rechnet…


Man könnte hier auch von der Täter-Opfer-Umkehr sprechen, hier versteht man eine manipulative Strategie, bei der die Verantwortung für eine Tat vom Täter auf das Opfer abgewälzt wird. Dem Betroffenen wird die Schuld zugewiesen oder unterstellt, er habe den Übergriff durch sein Verhalten oder Aussehen (Lepo) selbst provoziert, was in diesem Fall absolut Logisch erscheint…
Nach der gefühlten Halben Ewigkeit wurde Lepo erstversort und dann doch ins Klinikum durch den Hausherrn und Sanitäter a.D. Klausi eingeliefert wo Gerhards Pfote geflickt wurde. Während dieser Prozedur kümmerten sich die Hausherrin a.K.a. Gerli um die Gäste, die Sie mit Bärlauchknödel in Sauce und reichlich Bier versorgte. Eine wunderbare Mahlzeit für die verschreckten Kartler..


Nach der Mahlzeit bequemten sich dann auch endlich Klausi und Gerhard herbei um die vom Hausherren vorbereitete Whiskey Verkostung zu starten. Es waren durchaus interessante Tropfen dabei und teilweise auch schwer zu definierende Getränke. Es mussten Benotungen der uisge beatha (Gällisch für Wasser des Lebens) abgegeben werden, was durchaus nicht leicht war…
Nach der Auflösung der Verkostung ging es dann auch zum eigentlichen Grund der Zusammenkunft, dem Kartler. Endlich wieder Kartln bis nach Mitternacht…


Der Bärtige vom Vietz legte gleich eine Solo Harmonie beim ersten Spiel auf den Tisch, sehr zur Verärgerung der Mitspieler. Diese Ungute Spielweise zog sich den ganzen weiteren Abend durch, sehr zum Ärger der anderen… wie immer…
Zwischendurch kredenzte die Gerli einen Wunderbaren Bunke zur Stärkung der Spieler:
Dem Hausherrn feigelte es zu Beginn sogar besser als dem Lue, dadurch zurecht das Prädikat: der gute Gastbeber! Auch June strauchelte völlig ungewohnt in der ersten Runde, Andi war erstaunlich gut gestartet und Gerhard spiele als ob es um seine linke Pfote ginge…
Mathse spielte sich im wahrsten sinne des wortes in einen Rausch, dessen er nicht mehr abgab (weder die Führung noch den Rausch!) Nicht einmal der Allmächtige Kartengott June konnte diesen Lauf bremsen. Der Gastgeber wurde mit der Zeit besser, Andi und Lue strauchelten sich durch den Abend..



Schlußendlich stand der Gewinner des Abends fest, was ja schon für alle abgezeichnet hatte: Oberstockerster wurde Maths mit 296 Punkten ganz knapp vor der Kartenspieler Gottheit June mit 293 Punkten und dem erstakten Hausherren und Rettungssanitäter a.D. Klausi mit 271 Punkten. Der bissige Le Gerhard belegte mit 262 Punkten Platz 4 vor dem strauchelden Lue mit 259 Punkten. Oberstockletzter der völlig unterirdisch spielende Andi von der DaxtiBaxti Bande mit lediglich 241 Punkten.
Ein Durchaus einprägsamer Kartlerabend mit so mancher Action und Spannung. Wir wünschen Finn und Lepo gute Besserung und hoffen mit Goethes Zitat: „Gibt’s Lieb‘ und Zank – Gott sei Dank!“




